29. Dezember 2019, Gravel-7-Wilsede

07:52 startup at dawn

Wenn die Sonne aufgeht, dann kann man schon ‚mal los graveln. Wenn es draußen frostig ist und morgens um acht Uhr noch friert, dann kann der Weg zum Mount Wilsede lang werden. Frank steht schon am Eiscafé bereit und Henrik kommt auch sogleich angerollt. Tja, dann mal los, „it’s a long way to the top if you wanna gravel’n’roll!“

Der Zeitplan sieht exakt zweieinhalb Stunden bis zum Gipfel vor. Bis dahin müssen fünf Kilometer weniger, als die Hälfte der Gesamtdistanz von 130 Kilometern abdrücken. Nach Adam Riese also 60 Kilometer bis zum Treffpunkt. Antreffen wollen wir die HFS-Fories, die die zwölfte Jahresabschlusstour von Helmuts-Fahrrad-Seiten zum Wilseder Berg feiern wollen. Für die gemeinsame Verkostung vom Heideschluck müssen wir also die Kette etwas nach rechts hängen und ziehen zunächst einmal geradewegs durch bis Hamersen. Nun aber mal quer durch nach Appel und „Uups, Platten!“

08:56 flat towards Appel – bicycle repair man!

„Mit dem Crossbike hatte ich unterwegs noch nie einen platten Reifen.“ erwähnte Henrik immer wieder gerne bei Gesprächen über Radphilosophie. Niedergeschlagen wird er jetzt von der Pannen-Soforthilfe seiner Begleider überrollt. Dankbar gesteht er ein, dass er von nun an das kleine Wort „fast“ in seine Bermerkung einfügen muss.

Unsere Radfreunde am Wilseder Berg wollen wir nicht warten lassen. So stiegen wir flott in die Pedale, um das Ziel noch rechtzeitig zu erreichen.

09:33 Königsmoor rail station

Frank kann uns nur bis hierher begleiten, denn er muss nach Hause umkehren, um die Suppe beim Familientreffen nicht kalt werden zu lassen.

09:55 Wümmegrund

Nach Wümmegrund haben wir dann in der Oberen Wümmeniederung auch eine echte Gravel-Piste unter den Felgen. Manchmal kann „ohne Modder“ auch ganz cool sein!

09:55
09:59
10:13 Rennasphalt vor der B3
10:19 trans B3
10:27 rail crossing at Timmerloher Weg – click to see the attendent

satelite-map
10:41
10:55
11:02
harvester ahead 11:07
never ever dismount on a climb! 11:28

In der Lüneburger Heide angekommen, durchkämmen wir das Gebiet mit unseren Crossrädern, allmählich ansteigend gen Wilseder Berg. Während der eine sich eloquent hoch zum Gipfel pedaliert, muss der andere zwischendurch auch mal vom Rad absteigen, denn er will nicht die Schönheit der Lüneburger Heide durch zu große Hast auf dem Velo aus den Augen verlieren.

11:28

Oben angekommen, leider deutlich später als geplant, können wir keine Radfreunde mehr antreffen und müssen uns mit der grandiosen Aussicht begnügen und am geschmückten Weihnachtsbaum erfreuen.

click to get onto top of the hill 11:33, 11:34
we made it! 11:41
Echter Heidegeist! 12:35 – click to cheer

Den verpassten Gipfelschnaps wollen wir uns nach der Abfahrt genehmigen, was in Undeloh mit einem kräftigem Mittagstisch und kühlem Weizen (hier natürlich alkoholfrei) ganiert auch prima gelingt.

route reverse via Hingstenberg 15:17

Nach der Gemütlichkeit in warmer Stube geht es wieder raus an die frische und kalte Luft.

15:30
15:30
15:41 wild crossing
take care – may be slipy! 15:46
Don’t dismount – just ride! 16:05 – satelite-map
Dusk towards Welle 16:11

Die Abenddämmerung setzt ein und der Rückweg zeigt sich von seiner rauen und verzweigten Seite. Einige Kilometer und kleine Flüche von Henrik später, erreichen wir in der Finsternis das Zwischenetappenziel Sittensen.

Der nahezu asphaltfreie Endspurt führt uns zahlreich über Brücken, insbesondere der Oste und nach Weertzen durchfahren wir auf grünem Wege nach Adiek ein buntes Lampionfest mit fröhlichen Menschen, die im bunten Licht an Stehtischen auf dem Feld vergnüglich beisammen stehen. So fliegen wir mit gestärkter Motivation auf Heeslingen zu, dengeln durch die Ahe und landen erschöpft und zufrieden wieder am Eiscafé – auch wenn wir die HFS-Stürmer nicht antreffen konnten.