MTB-Silvester-Tour in Rosengarten

Alles Gute für 2012 wünschen die Teilnehmer der MTB-Sylvester-Tour, die in diesem Jahr einmal ohne Schnee unterwegs waren.

Heute Früh um 7.00 Uhr waren es nur zwei Grad auf der Quecksilbersäule. Als wir pünktlich um 10.00 Uhr an der Waldschänke eintreffen begrüßt uns herrliche Morgensonne bei satten sieben Grad Celsius. Die Niederschläge der vergangenen Tage haben den Boden gut durchgeweicht, aber heute bleibt es trocken. In einem Rudel von 14 MTBs starten wir zu unserer traditionellen Jahresabschlusstour an Sylvester durch die Harburger Berge. So manch einer begeistert sich sehr endlich von der Völlerei der Festtage abzukehren und wieder in Bewegung zu kommen.

Frohen Mutes steigen wir in den Sattel und rollen nach knapp 500 Metern die erste Abfahrt hinunter. Der breite Weg erlaubt es uns hier sogar nebeneinander zu fahren und so sause ich neben Jan flott voran. Doch, „Rumms“, da versinkt mein Vorderrad bei voller Fahrt in einer Lunke und ich lande mit der Flanke nicht im weichen Sand der üppigen Vertiefung sondern etwas unsanft auf dem festen Grund des Weges. Der Helm hat Übles verhindert und so geht es pronto wieder aufs Rad. Unser Guide führt uns über knackige Pfade auf und ab durch das abwechselungsreiche Wald- und Heidegelände. Infolge des anspruchsvollen Kurses werden einige unserer Begleiter etwas blass um die Nase und sie setzen sich entspannt ab. Indes cruisen wir zu neunt in vollen Schwung weiter. Im Mittelteil wechselt unsere Führung und wir durchstreifen auf schmalen Trials das ehemalige Truppenübungsgelände in der Fischbecker Heide, die ein hohes Maß an Abwechselung bieten.

Zum Abschluss brettern wir wieder die Hügel auf und ab und halten den Kessel immer gut unter Dampf. Auf einem unserer genialen Anstiege machen wir dann sogar eine sensationelle Entdeckung. Während ich schwungvoll aus der Talkehre hinauf schnelle kommt es zur wundersamen Begegnung mit dem „Gemeinen Norddeutschen Bremszapfen“. Er führt mit arger List die vollständige Blockade meines Vorderrades herbei und lässt mich erneut unsanft absteigen. Bei dem Gemeinen Norddeutschen Bremszapfen handelt es sich um eine Varietät, eine besonderen Laune der Natur, einem verholzten weiblichen Blütenstand der Pinus Sylvestris (Wald-Kiefer), der sich genau am heutigen Tag des Jahres in heimtückischer Art und Weise in den V-Breakes eines klassischen Mountain-Bikes verkeilt und es damit samt seinem Fahrer zu Boden wirft. Wir ziehen weiter und begegnen mehreren anderen Gruppen, die teils auch etwas verschlafener im Gelände unterwegs sind. Nach zweieinhalb Stunden Sylvester-Spass passieren wir nochmals die olle Lunke und erreichen hungrig unseren Ausgangspunkt: Die Wirtin der Waldschänke beköstigt uns mit rustikalem Käsebrot und hausgemachter Soljanka.

– Einen Guten Rutsch und alles Gute für 2012! –